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Der "MarsBlog"

In unserem Sonnensystem ist der Mars mein absoluter Lieblingsplanet. Mit diesem neuen Blog möchte ich auf jeweils neueste Nachrichten von unserem äußeren Nachbarplaneten hinweisen.

15.05.2010: Staubstürme auf dem Mars sind nicht ungewöhnliches und treten besonders häufig im Marsfrühling auf uns können teilweise den ganzen Planeten einhüllen. Auch kleinere lokale Stürme, sog. Dust devils, sind fast schon an der Tagesordnung, im Perihel mehr als im Aphel. Der MRO konnte jetzt einen Staubsturm der besonderen Art fotografieren. Dieser hat offenbar seine Ursache nicht in atmosphärischen Bewegungen, sondern ist dem Anschein nach durch einen Meteoriteneinschlag auf dem roten Planeten entstanden. Das vermuten Forscher, die die Staublawine auf Aufnahmen der HiRise-Kamera an Bord des MRO am 31.3.2010 entdeckten. Ihren Berechnungen zufolge war der Impaktor etwa 0,5 m groß und mit 10 km/s auf dem Mars eingeschlagen. http://www.astronomie-heute.de/artikel/1031546


03.03.2010: Heute wird MARS EXPRESS am Phobos vorbeifliegen: http://www.marsdaily.com/reports/Mars_Express_To_Make_Closest_Ever_Approach_To_Phobos_999.html

28.02.2010: MARS ODYSSEY sucht nach dem schweigenden MARS POLAR LANDER, der sich nach Ansicht von NASA-Wissenschaftlern derzeit im arktischen Winterschlaf befindet, weil die Solarzellen aufgrund der Polarnacht nicht genügend Licht erhalten und somit keinen ausreichenden Strom für den Lander produzieren können. Es wird, da der Marsfrühling in den kommenden Wochen auch im hohen Norden einsetzen sollte, weiter versucht, mit dem MPL Kontakt aufzunehmen: http://www.nasa.gov/mission_pages/phoenix/images/phoenix20100226.html, http://www.astronomynow.com/news/n1003/02phoenix/, http://www.astronews.com/news/artikel/2010/02/1002-035.shtml, http://www.universetoday.com/2010/02/16/phoenix-phone-home-teams-still-attempting-contact-with-mars-lander/, http://www.universetoday.com/2010/02/16/phoenix-phone-home-teams-still-attempting-contact-with-mars-lander/, http://www.marsdaily.com/reports/NASA_Orbiter_Listening_For_Phoenix_Lander_Hears_Nothing_999.html


25.02.2010: Insgesamt 11 Bewerber wurden für die Simulation eines Fluges zum Mars ausgewählt: http://de.news.yahoo.com/17/20100225/tsc-elf-kandidaten-fuer-mars-500-ausgewa-34d6056.html.  Konfuses und wirres Programm: Obama streicht Mondpläne, will aber wohl zum Mars, oder auch nicht: http://skyweek.wordpress.com/2010/02/24/nasa-chef-das-ziel-ist-der-mars-wir-sind-auf-dem-weg-aber-eine-deadline-haben-wir-nicht/

15.02.2010: In den kommenden sechs Wochen soll es insgesamt 12 Vorbeiflüge von MARS EXPRESS an den Marsmonden Phobos und Deimos geben. http://www.marsdaily.com/reports/NASA_Orbiter_Listening_For_Phoenix_Lander_Hears_Nothing_999.html, http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/14022010191029.shtml


12.02.2010: Im 150 km durchmessenden Gale-Krater http://en.wikipedia.org/wiki/Gale_(crater), http://berlinadmin.dlr.de/RPIF/mars393.shtml, http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA09679 bei 4,6° S und 137,4° O an der Grenze zu Elysium Planitia, der als einer der möglichen Landestellen vom MARS SCIENCE LABORATORY ausgewählt wurde, offenbaren sich auf den Aufnahmen Strukturen in den Gesteinsschichten, die auf eine bewegte Geschichte dieser Region hindeuten. Dieser Krater ist der bislang erste, bei dem solche tiefe aerologische Einblicke gewährt werden. http://spacefellowship.com/news/art18507/layers-in-a-mars-crater-record-a-history-of-changes.htm.  


11.02.2010: SPIRIT, der kleine Rover, der eigentlich nicht mehr weiter betrieben und zu einer festen Station auf dem Mars werden sollte, wird nun erst einmal an seiner aktuellen Position geparkt, wo er den Marswinter einigermaßen sicher überstehen soll. Am 8. Februar 2010 wurde doch noch mal versucht, seine Solarzellen besser zur Sonne auszurichten, nachdem man ihn am 15.1.2010 noch mal um 34 cm nach Südosten verrücken konnte. Nun soll er im jetzt anstehenden Winter um 9° nach SSO abgekippt werden. Das ist zwar ungünstig für den Winkel in Richtung Sonne, aber besser für den Rover, der sonst abrutschen könnte. Im Übrigen hat er in den zurückliegenden Wintern auch immer diese Position eingenommen. Fraglich ist aber, ob er auch seinen vierten Winter in Folge überstehen wird. SPIRIT wird in den Ruhezustand versetzt und man hofft, dass er im Frühling, wenn die höher stehende Sonne die Solarzellen wieder erreicht, genügend Strom haben wird, um ihn trotz beschädigter Räder weiter betreiben zu können: http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2010-045&rn=news.xml&rst=2481, http://spacefellowship.com/news/art18509/spirit-finishes-pre-winter-drives.html


05.02.2010: Wer immer schon mal Aufnahmen der Marsoberfläche mit Hilfe von Raumsonden oder Landern machen wollte, hat hier die Gelegenheit dazu: http://www.jpl.nasa.gov/news/news.cfm?release=2010-018. Aber Achtung: Ganz einfach ist das nicht, weil man das begründen muss, was man fotografieren will. Dabei hilft auch ein Erfahrungsbericht.  Zur Kamera gibt es hier einen Bericht.

Einen ganz ungewöhnlichen Blick hat MARS EXPRESS auf dem Mars geworfen. Dem Orbiter ist es nämlich gelungen, den Transit des Phobosschattens auf dem Planeten zu verfolgen: http://www.planetary.org/blog/article/00002329/


03.02.2010: Vor fast einem Jahr, am 6.2.2009, überflog MARS EXPRESS bei seinem 6.547ten Orbit die Region http://www.oculum.de/newsletter/astro/000/10/2/12.78j37.htm#4Sirenum Fossae und fotografierte sie mit der HRSC-Kamera aus 700 km Höhe. Dabei wurde eine Auflösung von 29m/Pixel in einem 230 mal 127 Kilometer großen Areal erreicht: http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/04022010013615.shtml. Auf den Aufnahmen ist in der Mitte eine Hochebene auszumachen, die wohl um ein paar hundert Meter über das Bodenniveau hinausragt. Westlich davon gibt es zwei Täler und Rinnen, die eine Folge von Erosion auf dem Mars sind. Zum obigen Bildrand hin zeigen sich anscheinend zwei Bruchlinien, die bei tektonischen Bewegungen im Sirenum-Fossae-Grabensystem entstanden sein dürften. Überdies finden sich hier einige große Impaktkrater (der größte durchmisst 56 km).


27.01.2010: Nun ist es offiziell: Die NASA gibt ihre Bemühungen auf, SPIRIT wieder frei zu bekommen und erklärt den Rover nun doch zu einer festen Forschungsstation auf dem Mars: http://www.astronews.com/news/artikel/2010/01/1001-030.shtml, http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,674262,00.html, http://derstandard.at/1263706061324/Neuer-Job-fuer-Marsrover-Spirit.


25.01.2010: OPPORTUNITY ist nun auf sechs Jahre auf dem Mars: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/25012010004211.shtml


22.01.2010: Auch wenn es SPIRIT derzeit schlecht geht, OPPORTUNITY macht unverdrossen weiter, fahrt durch das Meridiani Planum, hat bisher 19 km zurück gelegt und macht an Steinen auf seiner Strecke Halt: http://www.astronomie-heute.de/artikel/1019914


21.01.2010: Noch glauben Wissenschaftler nicht ernsthaft an die Möglichkeit, dass der Kontakt zu PHOENIX wieder hergestellt werden könnte. Ganz ausgeschlossen ist das aber auch nicht. Daher probiert die NASA derzeit trotz aller Expertenvorhersagen, PHOENIX wieder zu finden: http://www.astronews.com/news/artikel/2010/01/1001-023.shtml, http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/12012010162629.shtml, http://www.marsdaily.com/reports/NASA_Orbiter_Listening_For_Phoenix_Lander_Hears_Nothing_999.html


19.01.2010: Der europäische ExoMars soll 2016 starten. Wissenschaftler werden jetzt aufgerufen, Ideen für Instrumente zu entwickeln, die der Marslander an Bord haben soll: http://www.astronews.com/news/artikel/2010/01/1001-019.shtml


15.01.2010: Vermeintliche Bäume auf dem Mars sind Überreste geologischer Prozesse und entspringen der menschlichen Fantasie, die Eindrücke von der Erde auf den roten Planeten übertragen: http://magazine.web.de/de/themen/wissen/weltraum/9679444-Gibt-es-Baeume-auf-dem-Mars.html


14.01.2010: Mir MARS500 will die ESA eine neue Simulation für einen Langzeitaufenthalt auf dem Mars hier auf der Erde testen: http://derstandard.at/1262209583042/ESA-simuliert-Mars-Mission-und-hofft-auf-Jungfernflug-einer-neuen-Traegerrakete


12.01.2010: Nur wenige Tage nach seinem 6. Geburtstag haben die Wissenschaftler vom JPL kaum noch Hoffnung, dass SPIRIT das laufende Jahr überstehen wird. Hauptgrund ist neben seiner Bewegungsunfähigkeit die nachlassende Leistung der Solarzellen. Der Rover steht schief und deshalb könnten die Solarzellen im bevorstehenden Winter nicht mehr genug Strom erzeugen, um ihn warm genug zu halten, damit er nicht einfriert und die Instrumente dauerhaft beschädigt werden. http://www.astronews.com/news/artikel/2010/01/1001-009.shtml


04.01.2010: SPIRIT feiert seinen sechsten Geburtstag. Es könnte sein letzter sein, weil er immer noch im Sand feststeckt und einen weiteren Winter kaum überstehen dürfte: http://derstandard.at/1262208827804/Spirit-feiert-seinen-sechsten-Mars-Geburtstag, http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,669933,00.html. SPIRIT und OPPORTUNITY haben über 250.000 Bilder vom Mars zur Erde übermittelt und sind 26 km weit gefahren. Wenn SPIRIT jetzt nur noch vier Monate durchhält, wird er zur am längsten auf dem Mars arbeitenden Maschine gekürt. Der bisherige Rekordhalter ist VIKING 1 mit 6 Jahren und 116 Tagen.

Nach Ansicht britischer Forscher ist die Annahme, das es einmal offenes Wasser auf dem Mars gegeben hat, gar nicht so abwegig. Sanjeev Gupta und Nicholas Warner vom Department of Earth Science and Engineering des Imperial College London und ihre Kollegen vom Mullard Space Science Laboratory des University College London glauben anhand von hochaufgelösten Aufnahmen der Marsoberfläche erkannt zu haben, dass es im Hesperium, dem geologischen Mittelalter des Mars vor etwa 3 Mrd. Jahren flüssiges Wasser gab. Diese hätte dann beim damaligen allgemeinen Tauwetter zur Verflüssigung größerer ober- und untermarsianischer Eisflächen geführt, die später dann in den Weltraum sublimiert oder wieder angefroren sind: htttp://astronomie.scienceticker.info/2010/01/04/tauwetter-auf-dem-mars/, http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/07012010210932.shtml


22.12.2009: Seit November 2008 ist der Kontakt zum Marslander PHOENIX abgebrochen. Die Energieversorgung war wegen der Polarnacht an der Landestelle immer schwieriger geworden. Nun wird spekuliert, dass der Lander mit Beginn des Marsfrühlings sich möglicherweise wieder reaktivieren könne, sobald die Solarzellen wieder genügend Licht für die Stromgewinnung erhalten: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-032.shtml


16.12.2009: Und es bewegt sich doch: Das seit Monaten festklemmende rechte Vorderrand von SPIRIT hat sich bei weiteren Tests wieder ein wenig bewegt. Das rechte Hinterrad ist zwar weiter unbeweglich, aber nun soll wieder versucht werden, den Rover doch noch von der Stelle zu bekommen: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-023.shtml, http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/20122009223545.shtml


13.12.2009: Wenn es nicht gelingt, den kleinen Rover SPIRIT auf dem Sandhügel, wo er gerade steht, wieder frei zu bekommen, wird überlegt, ihn zum Lander umzudeklarieren: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/13122009010038.shtml


12.12.2009: Die beiden Monde des Mars, Phobos und Deimos, konnten am 05.11.2009 vom MARS EXPRESS fotografiert werden: http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/12122009001816.shtml, http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-018.shtml. Es war das erste Mal, das dies von einem den Planeten umkreisenden Orbiter aus gelang. Dessen Bahn ermöglichte es auch als erstem Instrumententräger, beide Marsmonde, die 26,8 km x 22,4 km x 18,4 km bzw. 15,0 km x 12,2 km x 10,4 km groß sind, gleichzeitig zu erfassen.  


10.12.2009: Der MARS RECONNAISSANCE ORBITER ist aus dem Sicherheitsmodus heraus und scheint wieder zu funktionieren: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/10122009100744.shtml


09.12.2009: 2,64 Mio. EUR wurden der AG Planetologie und Fernerkundung unter Prof. Dr. Gerhard Neukum vom Institut für Geologische Wissenschaften der Freien Universität Berlin als Fördermittel für die kommenden drei Jahre zur Fortführung der HRSC-Experimente auf dem Marsorbiter MARS EXPRESS bewilligt: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/09122009232721.shtml, http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-009.shtml

Die Menge des in der Marsatmosphäre gefundenen Methans kann mit bisherigen Theorien nicht erklärt werden. Bisher nahm man an, dass dieses in Hohlräumen unter der Oberfläche eingelagert sei und bei Meteoriteneinschlägen, die tief genug reichen, frei gesetzt wird: http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/09122009112014.shtml, http://www.universetoday.com/2009/12/08/new-findings-say-mars-methane-comes-from-life-water-or-both/#more-47143. Prinzipiell erhöht das die Chance auf den Nachweis von Lebensspuren auf dem Mars, weil es eher als Ergebnis biologischer Abbauprozesse als etwa durch vulkanische Aktivitäten gesehen werden kann.


08.12.2009: SPIRIT kommt offenbar doch nicht von der Stelle. Seit dem 23.04.2009 ist eines seiner Räder blockiert und bislang sind alle Versuche gescheitert, ihn durch verschiedene Fahrmanöver wieder frei zu bekommen: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-011.shtml. Am 28.11.2009 wurden die Bemühungen eingestellt, nachdem sich der Rover zwar um ein paar Millimeter bewegt hat, was ihn aber in einen Sicherheitsmodus hat fahren lassen. Offenbar ist ein weiteres Rad blockiert und SPIRIT bewegt sich anscheinend gar nicht mehr.


03.12.2009: Nun ist auch MARS ODYSSEY im Sicherheitsmodus. Alle wissenschaftlichen Instrumente wurden vorerst abgeschaltet. http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/02122009201352.shtml.


30.11.2009: Enthält der berühmte Meteorit vom Mars ALH 84001 wirklich Lebensspuren oder sind die Proben durch irdische Bakterien etc. kontaminiert? http://derstandard.at/1259280869590/These-erneuert-Doch-Lebensspuren-auf-Mars-Meteorit


29.11.2009: Um die Probleme mit dem Bordcomputer des MARS RECONAISANCE ORBITER in den Griff zu bekommen, will die NASA  spätestens Anfang Dezember ein umfangreiches update der Bordsoftware hochladen: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/29112009144116.shtml


21.11.2009: Die Oberfläche des roten Planeten ist offenbar weitaus rauer und zerfurchter, als bislang gedacht. Dies ist das Ergebnis einer Computeranalyse zweier Wissenschaftler von der Northern Illinois University und vom Lunar and Planetary Institute in Houston. Für ihre Berechnungen zogen sie Daten evrschiedener Marssonden heran: htttp://astronomie.scienceticker.info/2009/11/23/zerfurchter-mars/


20.11.2009: SPRIT hat sich bewegt! Aber nur um ein paar Millimeter. Die aber genügten, um Hoffnung bei den JPL-Wissenschaftlern aufkommen zu lassen, den imS and festsitzenden Rover doch noch frei zu bekommen: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/11/0911-026.shtml.


18.11.2009: NASA will Amateurastronomen für Kraterzählungen und Sortierung von Steinen gewinnen und lockt mit attraktivem Programm: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,661972,00.html


12.11.2009: SPIRIT sitzt immer noch fest, die NASA will nun mehrere Szenarios durchspielen, wie man ihn wieder frei bekommen könnte. http://derstandard.at/1256744683709/Mars-Rover-Hoffnung-fuer-festgefahrenen-Spirit.


09.11.2009: Seitdem am 06.08.2009 schon zum vierten Mal der Computer an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters ausgefallen ist, befindet sich der Instrumententräger auch weiterhin in einem Sicherheitsmodus, der noch mehrere Monate andauern wird. http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/09112009205007.shtml


06.11.2009: Wieder mal wurden hochauflösende Bilder der Marsoberfläche veröffentlicht, die mit der HRSC-Kamera an Bord von MARS EXPRESS aufgenommen wurden. Am 11.11.2008 hatte der Orbiter die Störungszone Sacra Fossae überflogen. Es war die 6.241ste Umkreisung, bei der die Flusstäler der Kasei Valles auf 425 km Höhe mit einer Auflösung von 21m/Pixel fotografiert wurden: http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/21112009180350.shtml, http://www.astronews.com/news/artikel/2009/11/0911-010.shtml. Das 225 mal 95 Kilometer umfassende Areal liegt im Grenzgebiet zum Hochland Lunae Planum. Auffälligstes Merkmal ist hier ein zum großen Teil mit Lava aufgefüllter, rund 5 km großer Impaktkrater, dessen Ränder schon teilweise mit der Umgebung erodiert sind.


04.11.2009: Am 30.07. und 22.08.2009 hat der MARS RECONNAISSANCE ORBITER mit seiner HiRISE-Kamera erfolgreich den Landeplatz des am 04.08.2007 von der Erde gestarteten und am 16.05.2008 auf dem Mars gelandeten PHOENIX LANDER fotografiert und dabei auch das mit CO2-Eis bedeckte Raumfahrzeug erwischt: http://www.space.com/news/091104-mars-lander-frost.html


01.11.2009: Der am 11.07.2009 von OPPORTUNITY entdeckte Eisen-Nickel-Meteorit „Block Island“ wurde zwischen dem 5. und 10.09.2009 mehrfach mittels eigenem Roboterarm spektroskopisch untersucht: (http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/01112009195257.shtml) , umkreist und vermessen. Er ist 30 x 60 cm groß. Aus Aufnahmen, die aus sechs verschiedenen Positionen erstellt wurden, konnte inzwischen ein 3D-Modell erstellt werden. Danach nahm er nach 720 m und einer Fahrtzeit von 20 Tagen den ebenfalls aus Eisen und Nickel bestehenden Meteoriten „Shelter Island“ aufs Korn, aber nur einen Durchmesser von 47 cm aufweist. Auch dieser Stein wurde eingehend mit OPPORTUNITYs Instrumenten untersucht. Zuguterletzt ging es in Richtung des 42 cm durchmessenden Steins Mackinac Island weiter. In ihrer chemischen Zusammensetzungen sind die drei auf dem Mars gefundenen Meteoriten denen auf der Erde gefundenen naturgemäß sehr ähnlich.


29.10.2009: Russland will mit atomgetriebenem Raumschiff zum Roten Planeten: htttp://derstandard.at/1256743621953/Atomgetrieben-zum-Mars und http://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article5018685/Russland-will-mit-Atom-Raumschiff-zum-Mars.html. Dabei hat es das Land bemannt noch nicht mal bis zum Mond geschafft. Wie ROSKOSMOS-Chef Anatoli Perminow auf einer Pressekonferenz bekannt gab, soll bis zum Jahr 2012 die Designstudie fertig sein. 9 Jahre und umgerechnet 400 Mio. EUR (was wohl nur ein ertser grober Richtwert ist) später soll das Raschoiff mit einem mind. 1 MW-Reaktor an Bord zum Mars aufbrechen. Unterstützt wird das Vorhaben von Präsident Dmitri Medwedew, der sich vor allem Synergieeffekte für die heimische Technologie erhofft und Erkundungsvorhaben im All ermöglichen will. Ein Wettrennen wie in den 60er Jahren soll es aber nicht geben. Experten aus Ost und West schätzen die Pläne zwar als ehrgeizig, aber auch als einzig sinnvollen Weg ein, der die Menschheit dereinst zum Mars führen soll.


13.10.2009: MARS EXPRESS mit seiner hochauflösenden HRSC-Kamera kennt keine Feiertage: Am 25.12.2008 wurde das Daedalia Planum (http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/9600_read-20280/), in der Tharsis-Region, südlich des 14 km hohen Vulkankegels Arsia Mons aufgenommen. Was diese Region so interessant macht, sind die hier anzutreffenden Flächen aus erkalteten Lavaströmen auf bei 21 Grad südlicher Breite und 243 Grad östlicher Länge http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/9600_read-20280/gallery-1/gallery_read-Image.8.11378/. Bei einer Auflösung von 17 m pro Pixel konnte die Marssonde während ihres 6396ten Umlaufs die sehr flache und kaum von Kratern getroffene Region fotografieren. Die Aufnahmen offenbaren zudem zwei aerologisch unterschiedliche Lavaströme. Der jüngere von beiden zeigt Fließstrukturen und regelrechte Lavakanäle, der ältere von beiden enthält dafür etwas mehr Krater, Sand und Staub.


6.10.2009: Neben dem europäischen MARS EXPRESS ist beim Mars seit kurzem auch der amerikanische Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) im Orbit um den roten Planeten aktiv. Mit seinem Shallow Radar (SHARAD) http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/05102009222458.shtml konnte er bei seinem Flug über die nördliche Halbkugel am Rande des Nordpols das Eis im Gebiet Planum Boreum http://hirise.lpl.arizona.edu/HiBlog/2009/01/05/stratigraphy-of-the-martian-north-polar-ice-cap/ näher untersuchen. Heraus kam, als die 358 einzelnen Bilder zusammengefügt wurden, ein bislang unbekannter Blick in die komplexe Klimageschichte des Mars. Danach fanden sich am Nordpol nicht nur verschiedene Eisschichten aus Jahren der Erwärmung und der nachfolgenden Abkühlung, sondern auch dickere Staubschichten. Das unterstützt die Hypothese, dass der Mars früher deutlichen Entfernungsschwankungen zur Sonne unterlag und deshalb gleich mehrere Warm- und Kaltphasen erlebte.


5.10.2009: Der kleine Marsrover Opportunity, der seit Januar 2004 auf dem Mars herumfährt, hat einen weiteren Meteoriten gefunden: http://www.astronomie-heute.de/artikel/1009858. Er wird Shelter Island genannt, liegt im Meridiani Planum, ist 47 cm lang und liegt nur 700 m von einem früheren Fundort eines anderen Meteoriten entfernt.  


22.9.2009: Der Start der russischen Marssonde PHOBOS-GRUNT wurde wegen Problemen mit den einzelnen Komponenten des Satellitenkörpers (die nicht ausreichend genug getestet werden konnten) um zwei Jahre verschoben http://www.raumfahrer.net/news/newsbits/newsbits.shtml#22092009183520, bis zur übernächsten Marsopposition . Die beiden Marsmonde Phobos und Deimos müssen daher weiter auf ihre Erforschung warten.  

War der rote Mars mal schwarz? Darauf deuten jedenfalls die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe der dänischen Universität Aarhus hin: http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1008399. Danach deutet der Rostanteil im Material der Marsoberfläche nicht zwangsläufig auf eine feuchte Vergangenheit hin. Das ursprünglich hier anzutreffende Magnetit könnte sich auch durch Erosions- und andere chemische Prozesse, vor allem aber durch Reibung mit den Teilchen der dünnen Marsatmosphäre in Hämatit verwandelt haben, das heute im Marsboden zu finden ist.


21.9.2009: Aus 2D mach 3D: Mit einer neuen Software ist es einer Forschergruppe um Michal Havlena von der Technischen Universität in Prag gelungen, aus 2 D Bilder vom Mars wirklichkeitsgetreue Panoramen zu entwickeln: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,649907,00.html 


18.9.2009: Risse im Marsboden als Relikte längst ausgetrockneter Seen und Flüsse? http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/307176.html Eine Arbeitsgruppe um Ramy el Maarry vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau hat sich mal die an vielen Orten anzutreffenden netzartigen Strukturen angesehen, die oft kleine Polygone bilden. Sie sind in der Regel zwischen 70 und 140m groß (einige kommen auch auf fast 250 m) und werden durch bis zu 10m tiefe Spalten im Marsboden voneinander getrennt und könnten durch Austrocknungsprozesse entstanden sein. 


8.9.2009: Der Bordrechner des MRO macht mal wieder schlapp und die Sonde ist in Warteposition, dafür gibt es 150 neue Bilder: http://www.astronomie-heute.de/artikel/1007063 und http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/05092009092851.shtml


30.8.2009: Ein Staubsturm nahe des Gusev-Kraters behindert die ohnehin schon schwach gewordenen Solarzellen der Marssonde SPRIT: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/30082009183053.shtml. Nachdem zwischenzeitlich der Wind die Panels wieder freigepustet hatte, ging die Stromaufnahme auf magere 0,322 kWh/Tag zurück. Kritisch wird es ab 0,200 kWh/Tag, bei 0,185 kWh/Tag wäre dann Schluss. 


28.8.2009:  Der Bordrechner des Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) hat die Sonde durch einen Neustart lahmgelegt http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/27082009200157.shtml, warum, ist unklar.  


25.8.2009: SPIRIT steckt im Sand fest. Deshalb simulieren und analysieren NASA-Wissenschaftler die Situation mit einem Testroboter http://www.astronews.com/news/artikel/2009/08/0908-024.shtml.  


10.8.2009: MRO funktioniert wieder: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/08082009062512.shtml 


8.8.2009: Der Bordrechner des MRO hat aus unerfindlichen Gründen auf das Backup-System zugegriffen, der Grund ist nicht ersichtlich: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/08082009062512.shtml 


5.8.2009: Über den Mars ziehen regelrechte Methanwolken, deren Herkunft sich nur schwer erklären lassen und die zu keinem der bisherigen Klimamodelle des Planeten so recht zu passen scheinen: http://astronomie.scienceticker.info/2009/08/05/raetselhaftes-mars-methan/ Schon 2003 entdeckt, sollten sich die Wolken, die offenbar vorwiegend auf der Nordhalbkugel zu sehen sind, aufgrund lokaler Gegebenheiten sehr schnell abbauen. Aber das tun sie nicht. Franck Lefèvre und François Forget von der Université Pierre et Marie Curie meinen daher in der neuesten Ausgabe von Nature den Grund dafür gefunden zu haben: Es wird wesentlich mehr Methan freigesetzt, als bislang angenommen, nämlich 150.000 Tonnen statt ein paar Hundert.  


4.8.2009: OPPORTUNITY findet seinen ersten Meteoriten auf dem Mars. Es ist ein 60 cm durchmessender (vermeintlicher) Eisenmeteorit mit dem Eigennamen Block Island http://www.astronomie-heute.de/artikel/1003898&_z=798889 sowie http://news.astronomie.info/ai.php/200908030 


28.7.2009: Erste Testreihe im JPL-Lab für den festgefahrenen Rover SPIRIT ist beendet: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/28072009210021.shtml  


24.7.2009: Mit schöner Regelmäßigkeit präsentiert das JPL neue Bilder vom roten Planeten. Während wir am Heiligen Abend 2008 alle mehr oder weniger um den Weihnachtsbaum herum saßen, hat MARS EXPRESS gearbeitet und neue Bilder während seines 6393ten Umlaufs aus einer Höhe von 325 km und einer Auflösung von 15m/Pixel aufgenommen. Ziel war diesmal eine Region bei 29° südlicher Breite und 182°östlicher Länge: Der Marscanyon Ma'adim Vallis: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/07/0907-036.shtml 


22.7.2009: Der Testroboter beim JPL für den im Sand feststeckenden Rover SPIRIT kommt nur schwer voran: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/07/0907-032.shtml 


8.7.2009: USA und ESA wollen gemeinsam zum Mars und zwar unbemannt: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/07/0907-012.shtml. 2016, 2018 und 2020 sollen unbemannte Instrumententräger auf den Weg gebracht werden.  


25.6.2009: Der auch immer noch aktive MARS ODYSSEY hat seine Umlaufbahn um den roten Planeten beendet, die am 30.9.2008 begann http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/25062009213051.shtml, jetzt liegt sie bei 350 km Höhe über der Marsoberfläche.  


18.6.2009: Neben Staubstürmen, Staubteufeln, starken Winden gibt es anscheinend dann und wann auch Blitze in der Atmosphäre des roten Planeten http://astronomie.scienceticker.info/2009/06/18/staubiges-gewitter-auf-dem-mars/. Mit Hilfe einer 34m Radioantenne der NASA lauschten im Sommer 2006 Christopher Ruf von der University of Michigan et al. für 12 Tage dem Mars bei 8480 MHz und „hörten“ typische Geräusche, die über dem Hintergrundrauschen lagen und als Blitzentladungen gedeutet werden. In der fraglichen Region, die die Antenne Gerade im Mikrowellenauge hatte, tobte gerade ein Staubsturm mit bis zu 35 km hohen Wolkengebilden.  

Der MRO könnte einen eindeutigen beweis für ehemaliges Wasser auf dem Mars gefunden haben. Das jedenfalls nehmen Gaetano Di Achille von der University of Colorado et al. an http://www.astronews.com/news/artikel/2009/06/0906-025.shtml. Tiefe Taleinschnitte und vermutliche Uferlinien unterstützen ihre Annahmen. Allerdings habe sich das Wasser nur bis vor etwa 3,4 Mrd. Jahren gehalten und ist dann verdunstet und ins All entwichen. 


9.6.2009: Chinas erste Marssonde Yinghuo-1 soll fertig sein und im Oktober starten http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/09062009213724.shtml  


5.6.2009: MRO liebt offenbar Rechnerneustarts und hat es wieder mal getan: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/05062009211851.shtml

Beim Impakt von Himmelskörpern könnte in der Frühzeit Wasser freigesetzt worden sein: http://astronomie.scienceticker.info/2009/06/05/einschlag-ins-wasser/, http://www.astronews.com/news/artikel/2009/06/0906-008.shtml, darauf deuten neue Aufnahmen des MARS EXPRESS vom Rampart-Krater hin. 


4.6.2009: Der kleine Marsrover SPIRIT hat weiter Probleme mit dem Marsstaub: http://www.stern.de/wissen/kosmos/marsrover-spirit-knietief-im-marssand-656910.html


21.5.2009: Marswasser und kein Ende. Ob er welches hatte, oder nicht, ist immer noch nicht sicher, aber wenn, dann könnte es salzig gewesen sein: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/303799.html  


19.5.2009: SPRIT kommt einfach nicht von der Stelle: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/05/0905-024.shtml  


16.5.2009: OPPORTUNITY hat weiter Probleme mit dem rechten Vorderrad und macht das Beste aus der Situation: Der Rover steht und nimmt Bodenproben: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/16052009123915.shtml 


12.5.2009: SPIRIT hat sich festgefahren: http://www.astronomie-heute.de/artikel/994677 


7.5.2009: Wasser hat man bislang auf dem Mars nicht gefunden, nur mehr oder weniger indirekte Hinweise darauf. Jetzt haben Wissenschaftler die Lösung gefunden: Es versteckt sich unter einer Fels- und Gerölldecke: http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/07052009073240.shtml  


1.5.2009: Neues von SPIRIT und OPPORTUNITY: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/01052009114410.shtml 


24.4.2009: SPIRIT macht Pause (aber wohl nicht wegen Ostern) und gibt sich seinen Computerproblemen hin: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/24042009224143.shtml

MARS EXPRESS schaut sich die chaotische Region um Ariadnes Colles an: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/04/0904-032.shtml  


22.4.2009: SPIRIT kann nichts speichern und sich nicht erinnern: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/04/0904-027.shtml  


16.4.2009: Die Saison der Marsstürme steht unmittelbar bevor: http://www.astronews.com/news/artikel/2009/04/0904-019.shtml


10.4.2009: SPRIT und OPPORTUNITY aktuell: http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/10042009171818.shtml 


 10.03.2009: Die Polkappen des Mars sind von besonderem Interesse für die Wissenschaftler. Sie enthalten in der obersten Schicht gefrorenes Kohlendioxyd-, in der darunter liegenden Wassereis und bilden an ihren Kanten interessante aerologische Formationen. Diese hat sich die Raumsonde MARS EXPRESS mit ihrer hochauflösenden HRSC-Kamera im Norden einmal genauer angeschaut. Bereits am 28. Juli 2008 (die Bilder wurden erst jetzt freigegeben) wurde während des 5.872ten Umlaufs bei 81° nördlicher Breite und 297° östlicher Länge mit einer Auflösung von 40 m/Pixel die südliche Randzone der Polkappe in der Region Rupes Tenuis aufgenommen. Augenfällig ist hier die Trennung zwischen der Kappe und der umgebenden Landschaft. Sie gibt dem Gebiet nicht nur das Gepräge, sondern übersteigt sie auch um gut 2000 m (und kann bis zu 3500 m dick werden). Überdies ist wohl auch für die tiefen Gräben, für ihre Form und ihre Struktur, verantwortlich, wobei der Mechanismus, der dahinter steckt, aber noch nicht ganz verstanden ist. Die Aufnahmen belegen zudem, was man schon länger vermutete: Nach dem Sublimieren des Kohlendioxydeises bleiben dunkle Staubablagerungen zurück, die im jahreszeitlichen Wechsel zwischen dem Anwachsen der Polkappe und deren Wiederauftauen sogenannte polar layered deposits (Polablagerungen) bilden. Dieser Prozess könnte unter Umständen auch zur Bildung der fotografierten Einschnitte in der Landschaft führen (z.B. Chasma Boreale). Einige Erhebungen in den Tälern wurden früher als Vulkankegel gedeutet, sehr viel wahrscheinlicher aber ist, dass man hier erodierte Berge vor sich hat, die alle aerologischen Vorgänge überdauert haben.


09.03.2009: Das Hellas-Becken ist die größte Impaktstruktur auf unserem äußeren Nachbarplaneten, durchmisst in Länge rund 2300 km, ist bis zu 9 km tief und von einem Wall umgeben, der den Kraterrand um 2 km überragt. Er ist vor etwa 3,9 bis 3,5 Mrd. Jahren durch den Einschlag eines womöglich kilometergroßen Asteroiden entstanden. In seinem Innern befindet sich der erloschene und mit Lava verfüllte Vulkan Malea Patera. In der Vergangenheit wurden hier nicht nur des Öfteren Verwirbelungen, die sog. Staubteufel, beobachtet, der amerikanische Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) konnte nun an den Hängen des Vulkans dunkle Strukturen ausmachen. Durch die jahreszeitliche bedingte Erwärmung (auf der Südhalbkugel beginnt gerade der Frühling) sublimiert das Wasser. Die Druckverhältnisse in der Marsatmosphäre lassen kein flüssiges Wasser zu, Eis geht daher direkt in den gasförmigen Zustand über. Zurück bleiben dunkle Flecken, die aus vulkanischer Asche bestehen könnten. Eine Alternativtheorie von Wissenschaftlern der University of Arizona sieht vulkanische Aktivitäten tief unter der Marsoberfläche vor. Die dadurch entstehenden Fumarolen könnten vulkanisches Material nach oben befördern und gleichzeitig Horte primitiven Lebens in Form von Einzellern sein. Bilder gibt es hier, hier und hier.

Der kleine Rover SPIRIT, der am 4. Januar 2004 um 5:35 Uhr MEZ nahe des südlich vom Äquator gelegenen Gusev-Kraters landete und eigentlich nur 90 Tage funktionieren sollte, ist immer noch aktiv. Seine Mission wurde bis Ende 2009 verlängert und nun ist er auf dem Weg zum Goddard-Krater. Im Februar wurde allerdings der Plan verworfen, ihn über die Home Plate da hin zu dirigieren, weil er Probleme mit dem sandigen und steinreichen Untergrund hat und nur noch fünf seiner einstig sechs Räder einsetzen kann. Bis zur Home Plate schaffte SPIRIT rund 15 Meter am Tag, am Hang aber nur maximal 3,5 m. Aufgrund des ansteigenden Winkels und dem sehr lockeren Unetrgrund wird nicht nur ein nochmaliges Durchdrehen der Räder, sondern auch ein ein Abrutschen oder gar ein komplettes Umkippen des Rovers befürchtet. Daher wird er östlich um diese Erhebung durch die Region „Silica Valley“ herumgeführt. Trotz dieser Probleme gehen die JPL-Wissenschaftler derzeit davon aus, dass der Rover sein Ziel erreicht. Der 45 m durchmessende Krater und die sich an ihn anschließende „von Braun Butte“, ein Spitzkegel, könnte rund 90% Siliziumdioxyd enthalten (was auf einen vulkanischen Ursprung hindeutet). SPIRIT soll daher auf seinem Weg zum Goddard-Krater auch mehrfach anhalten und Bodenproben entnehmen. Ein Problem für den kleinen Rover könnten die mit dem beginnenden Frühling einsetzenden Winde sein. Einerseits sind diese in der Lage, die von Marsstaub bedeckten Solarzellen wieder frei zu pusten, was bisher zu einem deutlichen Anstieg der Energieeffizient von nur noch 199 k Wh auf fast 300 k Wh führte. Allerdings könnten sich bei nachlassendem Wind die Staubteilchen in der Luft aber auch wieder auf seiner Oberfläche absetzen und zu einem wieder geringeren Energiefluss sorgen.




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