Der "HollBlog"

Wer was auf sich hält oder seine Website, braucht unbedingt einen Weblog, der neudeutsch auch einfach nur Blog heißt. Da meine persönlichen Interessen sehr vielfältig sind, wird in meinem eigenen Blog, dem HollBlog, dann einiges über Astronomie, Raumfahrt, Archäologie, öffentliche Verkehrsmittel (vorwiegend Busse) und noch einiges mehr zu finden sein. Na denn wollen wir mal "losbloggen".   

 


08.03.2009: Endlich: Nach vielen Monaten ist der Blogger wieder aktiv geworden und wird hier nun hoffentlich wieder öfter Beiträge schreiben. Als erstes fällt mir der Hinweis ein, dass am kommenden Samstag das Frühjahrs-NAFT in Fintel stattfindet. Wer sich für Astrofotografie interessiert oder einfach nur viele Bilder sehen möchte, sollte sich den Termin unbedingt vormerken.

Das Internationale Jahr der Astronomie ist nur wenige Wochen alt, doch wenn man sich in dem Zusammenhang mal umschaut, graust es einem schon. Und damit ist nicht die vielerorts gmeachte ehrenamtliche Arbeit gemeint, die von sternfreunden in ihrer Freizeit gestaltet wird. Viele Veranstaltungen in unserem Land bringen den Leuten die Astronomie nicht nur als Hobby, sondern auch als Wissenschaft näher. Wenn man sich dazu aber die Medienlandschaft anschaut, kann man nur Staunen: Es werden Büdher zu hochkaratigen Themen mit ungezählten auch Sinn enstellenden Übersetungsfehlern auf den Markt geworfen, bundesdeutsche Fernsehanstalten fällt kaum besseres ein, als alte Beiträge zu wiederholen und selbst die Berichterstattung zur Eröffnungsveranstaltung in Berlin fiel der Berichterstattung über die Amtseinführung zum Opfer. Lediglich einige Kurzbeiträge, z.B. in der wirklich gut gemachten Sendereihe nano, wiesen auf das Ereignis hin. Auch die Tagespresse hielt sich bisher weitgehend zurück. Nur vereinzelte Artikel waren anfangs dort zu finden: Hamburger Abendblatt, Die Welt. In letzter Zeit aber häufen sich Berichte über astronomische Themen, die aber nicht immer im Zusammenhang mit dem IYA stehen. Allerdings verhelfen sie zu einem Blick auf die älteste Wissenschaft und führen in zweiter Linie vielleicht zu einem gesteigerten Interesse an den umfangreichen Planungen, wie den 100 Stunden Astronomie vom 2. bis zum 5. April 2009.
11.09.2008: Wenn der Mond auf die Erde stürzt ist ein Katastrophenfilm aus Kanada, der auf der Vorstellung basiert, der Mond könnte, hinterrücks von einem Asteroiden getroffen, auseinanderbrechen. Wie man zu der Storyline steht, mag jeder für sich selbst entscheiden. Doch der Film bietet dem fachlich Kundigen einige unfreiwillig komische Situationen. So blickt am Anfang des Films eine Frau von hinten durch einen Newton. In einem Science-Paper gibt es ein "Institute of Astronomey" und der Riss im Mond befindet sich in der Rima Sirsalis. Eigentlich ein relativ kleines Gebiet, das im Verdacht steht, Herkunftsort für TLP-Erscheinungen zu sein. 

Nach dem Einschlag fallen Teile des Mondinneren und jede Menge Regolith in Richtung Erde und bieten jede Menge Möglichkeiten für spektakuläre Animationen von herabfallenden Asteroiden. 

Schön ist auch die Rettung für den Mond: Eine Gruppe will den Mond gleich ganz wegsprengen, eine andere ihn mit Hilfe einer "magnetischen Explosion" wieder zusammenbacken. Und natürlich wird alles binnen zweier Tage mit einem schwarzen Space Shuttle mit Eigennamen PERSEUS,  abgewickelt, das zudem jede Menge aerodynamische Rollen um den Mond herum vollführt. Ganz abgesehen davon, dass es wie immer in SF-Filmen im Vakuum des Weltraums ständig kracht, rumpelt oder zischt. Ach ja: Das Shuttle verfügt auch ein eigenes Schwerkraftfeld, denn die Protagonisten müssen sich nicht mit der eigentlich üblichen Schwerelosigkeit abmühen.

Fazit: Eine ganz wilde Geschichte mit durchaus ernstem Hintergrund und einer Reihe sehenswerter Animationen, vor allem was die Zerstörungen aufgrund von Asteroideneinschlägen oder Klimaveränderungen angeht. Ansonsten unterscheidet sich der Film kaum von anderen Katastrophenstreifen: Lustig anzuschauen und durchaus spannend, aber wissenschaftlich sehr oft nicht nur ein wenig an den Haaren herbeigezogen und an manchen Stellen auch wissenschaftlich kaum haltbar (etwa, wenn behauptet wird, der Mond habe einen stärkeren magnetischen Kern, als bislang angenommen ...). Auch interessant, dass der Shuttle, der nur in der Erdumlaufbahn fliegen kann, per ungetestetem Nuklearantrieb zum Mond fliegt und am Ende mit den Feststoffraketen, die eigentlich beim Start abgeworfen werden (und die man bei den Animationen beim Flug zum Mond auch nicht sieht), für die Rettung des Mondes sorgt. Für Freunde von Trashfilmen ein Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte.  


12.07.2008: Einen wahren Leckerbissen für Freunde von falschen und skurill-bizarren Angaben und Storylines in SF-Filmen bietet die Folge Nr. 29 der Serie Mondbasis Alpha 1: Schottische Geschichten. Die Besatzung der Mondbasis erhielt per Ionenstrahl einen Kontakt zur Erde, der aber nur für wenige Stunden währte. Grund hierfür war eine "Milchstraßenfinsternis". O-Ton: "Da schiebt sich eine Spiralgalaxis zwischen uns und die Erde." Und damit nicht genug:  Um sicherzustellen, ob die Verbindung echt ist, fragte Commander Koenig nach dem Sieger des World Cups 1998. Antwort: "Da brauche ich nicht mal in den Computer zu schauen, das waren die "Germans". Der TSV 1860 München hatte Cosmos New York besiegt. Da hat die damalige deutsche Synchronisation ganze Arbeit geleistet, denn im Original sind es zwei englische Clubs ... Andererseits kann man das auch unter historischen Gesichtspunkten betrachten: Der amerikanische Fußballverein spielte auch in der ehemaligen Major Indoor Soccer League, wurde 1971 gegründet, aber schon 1985 wieder aufgelöst!
In Hamburg ist mal wieder Lichtkunst angesagt: Vom 30. Juli bis 3. August gibt es die Hamburg Cruise Days 2008. Der Hafen wird weitgehend in blaues Licht getaucht sein. Womöglich gibt es dann auch wieder die Flakscheinwerfer, die im letzten Jahr viele ältere Mitbürgerin und Mitbürger Erinnerungen an die alliierten Bombenangriffe vom Sommer 1943 erinnert. Ganz abgesehen davon, dass alle Welt zum Energiesparen aufgerufen wird, aber ein stadtbekannter und unter Hamburgs Astronomen gefürchteter, weil illuminationsbesessener Lichtkünstler soviel Strom verbrauchen darf, wie er will. Die (Umwelt-) Politik in Hamburg ist bizarr und oft schwer durchschaubar, egal, wer da gerade auf dem Senatorenstuhl sitzt.
07.07.2008: Schwere Gewitter toben über der Stadt und lassen wahre Sturzbäche herabkommen. Den Blogger hat es dabei erwischt: Das Wasser kam direkt durch die Decke über dem Fensterbrett hinein. 
27.06.2008: Vor ein paar Wochen lief auf dem Kultursender ARTE die Sendung Stonehenge - Das ultimative Experiment. Darin wird erfrischend wissenschaftlich die Entstehung des gar nicht einzigartigen, aber immerhin berühmtesten englischen Steinkreises. berichtet. Dabei geht es aber nicht nur um die Rekonstruktion auf dem Papier, sondern um einen Nachbau in der Salisbury-Ebene. Die Steine bestehen aber nicht, wie das Original, aus Blaustein, sondern aus Styropor . Zwar wird die Errichtung mittels moderner Hilfsmittel vorgenommen, aber immer wieder die Frage gestellt und anhand von Experimenten ausprobiert und vielleicht sogar belegt, wie es die ursprünglichen Erbauer der Anlage geschafft haben, die extrem harten Blausteine  zu behauen und über 300 Kilometer hinweg von den walisischen Bergen an ihren Bestimmungsort zu transportieren. Damit könnte eventuell  geklärt sein, wie die Anlage (freilich über einen Zeitraum von 2000 Jahren hinweg) entstand, doch mit dem eigentlichen Zweck wird es schwierig. Für viele Astroarchäologen ist Stonehenge eine gigantische megalithische Sternwarte. So deuten die Experimente darauf hin, dass Stonehenge nach dem Sonnenuntergang zur Wintersonnenwende ausgerichtet sein könnte. Auch der Lauf des Mondes zu dieser Jahreszeit (oder beides zusammen) hat möglicherweise  eine Rolle gespielt. Aber war das wirklich der einzige Grund für den immensen Aufwand bei der Errichtung des Steinkreises? Wozu soll eine archäologisch schwer zu greifende Bevölkerung, die wohl überwiegend aus sesshaft gewordenen Bauern bestand, sich überhaupt die Mühe gemacht haben, eine derartige Anlage zu errichten? Der Gedanke, Stonehenge sei, wie verwandte Kreise in der Umgebung wie etwa Woodhenge, vorwiegend eine kutlische Stätte, bei der eine mystische Verbindung zu den Toten gesucht wurde, ist dabei gar nicht mal so abwegig. Zumindest erscheint sie logischer als die Annahme, dass hier Außerirdische am Werk waren, um eine Botschaften für die Erdbewohner zu hinterlassen. 
23.04.2007: Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am kommenden Samstag gibt es nicht nur die Hauptversammlung der GvA Hamburg, sondern auch eine Veranstaltung der Sternwarte Hamburg-Bergedorf im Rahmen der Langen Nacht der Museen. Ob dieses Mal die Hamburger Presse wieder nur eine Show im Planetarium ankündigt und die Aktivitäten in Bergedorf unter den Tisch fallen lässt???. Der Blogger wird in Bergedorf sein.
08.10.2007: Viele Sendungen gab es rund um den 4. Oktober (und etliche folgen noch). Es war auch von Tieren die Rede, die zu Versuchszwecken ins All befördert wurden. So die Hündin Laika, die am 3. November 1957 an Bord von SPUTNIK 2 ins All flog und dort jämmerlich zugrunde ging, weil ihre Rückkehr zur Erde von den russischen Wissenschaftlern nicht geplant war. Ihr folgten  Belka und Strelka, die am 19. August 1960 mit SPUTNIK 5 ins All flogen, dieses Mal aber nach 18 Erdumkreisungen sicher in der kasachischen Steppe landeten.
Die Amerikaner setzten bei ihren Tests eher auf Schimpansen: Ham, obwohl schon am 19. Januar 1983 verstorben, war der bekannteste, aber nicht der erste, der ins All flog. Er kam am 31. Januar 1961 bei einem suborbitalen Flug (Mercury-Redstone 2, MR 2) zum Einsatz. Vor ihm war aber schon Gordo, ein Totenkopfaffe, an Bord von MR-1 am 13. Dezember 1958 zu einem suborbitalen Flug aufgebrochen, der für das Tier aber tödlich endete. Wegen eines Versagens des Fallschirms ging die Kapsel unter und Gordo ertrank. Able und Baker, zwei Rhesusaffen, flogen am 28. Mai 1959, Sam am 4. Dezember 1959 und Miss Sam am 21. Januar 1960 suborbital um die Erde.
Weit weniger bekannt ist, dass von US-Luftwaffenstützpunkt in White Sands, vom Startkomplex LC-33 aus, zwischen dem 11. Juni 1948 und dem 31. August 1950 fünf Primaten mit dem Namen Albert mit Hilfe erbeuteter V 2-Raketen in die Hochatmosphäre bzw. den Weltraum geschossen wurden. Am weitesten kam dabei Albert V beim letzten "bemannten" Flug der V 2 und erreichte eine Höhe von 136,8 km. Keiner der Affen überlebte den Flug, für den Tierschutz hatte das Militär noch nie viel übrig.
Schwein im Weltall: Nicht  Miss Piggy aus der Sesamstraße und der Muppet-Show ist hier gemeint, aber ein Schwein im Dienste der Wissenschaft. Bei Landetests für die MERCURY-Kapseln setzte das amerikanische Luft- und Raumfahrtunternehmen McDonnell einmalig ein Schwein für Tests des Aufschlagssteifigkeit der Kapsel bei Wasserlandungen ein. Das Tier mit dem Namen Gentle Bess  überlebte, aber die NASA untersagte weitere Tests, weil Schweine nun mal nicht dauerhaft aufrecht sitzen können ...
07.10.2007: Endlich mal wieder gute Nachrichten: Nachdem viele Sternfreunde bedauert haben, dass es die beliebte Sendereihe "Alpha Centauri" mit Prof. Harald Lesch nur noch in dem Spartenkanal von BR-Alpha zu sehen gab, hat der Sender offenbar ein Einsehen gehabt: Ab diesem Monat gibt es zumindest einmal in der Woche wieder eine Folge in der Space Night (http://www.br-online.de/wissen-bildung/spacenight/programm.shtml), jeweils dienstags.
Im Astrotreff konnte man außerdem lesen, dass ab 2008 auch wieder neue Folgen von Alpha Centauri produziert werden. Na bitte, es geht wieder aufwärts mit dem astronomischen Bildungsfernsehen in unserem Lande!
Zum 50. Jahrestag des ersten SPUTNIK am 4. Oktober 1957 gab es zudem sehr viele sehenswerte Sendungen, die wesentlich besser waren als das übliche Mystery-, Mondlandungslügen- und Esoterik-TV. Und es kommen noch viele 50. auf uns zu. Die ersten Tiere im All, der erste Mensch im All, die erste Frau im All usw. Hoffen wir, dass sie ähnlich beachtet werden, wie der Start des SPUTNIK 1!
30.09.2007: Die über 20 tägige fleckenlose Phase ist für unsere Sonne zu Ende gegangen: Gestern konnte ich durch eine Wolkenlücke hindurch mit meinem kleinen 80/400er Refraktor bei 40 x eine kleine B-Gruppe ziemlich genau in der Sonnenscheibenmitte beobachten. Später gab es Gewitter, Regen, weswegen der Astronomietag in diesem Jahr wohl auch weitestgehend - zumindest im Norden - ins Wasser gefallen sein dürfte. Schade für die vielen Sternfreunde, die sich redlich bemühten, ihren Mitmenschen den echten Sternenhimmel zu zeigen.
Bitte unbedingt ins GvA TV-AstroGuide hineinschauen: Ab heute gibt es viele TV-Sendungen zum 50. Jahrestag des Starts des 1. SPUTNIK am 4. Oktober 1957. Als erster künstlicher Erdsatellit wurde er vor allem durch sein Piepsignal bekannt, dass von Menschen in Ost und West aufmerksam verfolgt wurde. Allerdings führte das auch zu einer Hysterie in den USA mitten im Kalten Krieg.
28.09.2007: Lange gab es keine Eintragungen mehr im Hollblog. Das soll sich nun ändern. Hier das Neueste aus der Welt der Astronomie: Österreichs Astronomen haben es wahrlich schwer, und das liegt nicht etwa am Wetter oder schlechten Sichtbedingungen. Nein, seit Mitte der 70er Jahre versuchen die professionellen Himmelsforscher der Alpenrepublik Zugang zur Europäischen Südsternwarte in Chile zu erhalten, doch das wurde ihnen stets von verantwortlichen Politikern verwehrt. Mehrmals versuchten die Astronomen, ihre Regierenden zu einem Beitritt des Landes zur großen ESO-Familie zu bewegen, um auch am Südhimmel forschen zu können, doch alle Versuche verliefen bisher ergebnislos. Die erstaunlich wechselvolle Geschichte lässt einen schon irgendwie erschaudern, zumal auch der neueste Vorstoß abgeschmettert wurde: Traurig, aber leider wahr, wie kleingeistige Krämerseelen in hohen politischen Funktionen die Teilnahme an internationaler Forschung torpedieren.
Morgen ist auch wieder bundesweiter Astronomietag. Immerhin schon der 5. Und leider auch wieder an einem höchst ungünstigen Termin: Zum einen dürfte das Wetter in diesem Jahr, wie auch schon 2006, kaum mitspielen. Außerdem war am 26.9. Vollmond. Ergo: Gibt es Wolken, ist nichts zu sehen, ist es klar, wird es schwierig, was zu sehen, weil der immer noch sehr helle Mond die schwächeren Deep-Sky-Objekte überstrahlt. Schade für Besucher und Organisatoren.
11.05.2007: Es ist wieder ITV-Zeit: Viele Sternfreunde treffen sich mit ihren Teleskopen auf dem Vogelsberg und das Wetter ist wieder passend. ITV = Immer total verregnet. Dafür habe ich gestern vom Teleskop-Service Ransburg binnen zwei Tagen den Solar Continuum Filter erhalten. Ging alles sehr schnell, super Service, aber nun scheint die Sonne nicht mehr ...
10.05.2007: 44 Tage lang schien über Norddeutschland die Sonne, an jedem Tag konnte ich sie auch  beobachten und teilweise sogar fotografieren. Nun ist das alles erst einmal wieder vorbei: Regen und Sturm beherrschen das Geschehen. 
08.04.2006: Bei meiner heutigen Sonnenbeobachtung mit meinem kleinen 80/400er Refraktor konnte ich auch bei der sehr randnahmen AR 10865 keine Lichtbrücken erkennen. Am Nachmittag findet übrigens das Norddeutsche Astrofotografentreffen in Fintel statt. Das wird eine Mega-Bilderorgie, vorwiegend mit Sofibildern aus fernen Ländern. 
30.03.2006: Tag 1 nach der Sonnenfinsternis und es regnet schon wieder, nachdem es in der letzten Nacht natürlich klar war. Dafür haben die Gazetten das Thema abschließend behandelt, wie das Hamburger Abendblatt mit einem Bericht und einem teilweise astrologisch-esoterisch geprägtem Kommentar Vor allem Parawissenschaftler und solche verschrobenen Zeitgenossen, die an Übersinnliches glauben, beharren auf einen Zusammenhang zwischen der Sofi und Erdbeben. Allerdings gab es heute in der Tat ein mittelschweres Erdbeben auf Zypern und in der Türkei ... Auch andere Zeitungen berichteten über die Sonnenfinsternis wie die FAZ, die TAZ, Die Welt, RP online, Neue Osnabrücker Zeitung
29.03.2006: Zwei Tage kein HollBlog, das schlechte Wetter und die Vorbereitungen für die heutige SOFI waren daran Schuld. Dafür sind am 28.3. die neuen SONNE-Hefte eingetroffen (die Ausgaben 115 und 116), wenigstens etwas Astronomie. 
Die Sonnenfinsternis ist vorbei, der Frust nicht. Im Fernsehen laufen bei n-tv und N 24 dauernd Kurzvideos von der SOFI in Side in der Türkei und hier in Hamburg gab es nur Regen und Sturm. Im Regionalprogramm von Sat 1 gab es einen kleinen Bericht von der Sternwarte Lübeck, wo man auch nichts gesehen hat. Dafür gibt es schon einige Berichte auf Astro-Mailinglisten, nach denen man an verschiedenen Orten unseres Landes doch Teile der partiellen Verfinsterung sehen konnte. Nachher läuft noch eine Doku bei 3 Sat, mal sehen, was da an Wissenschaft und Okkultem gesendet wird.
Was für ein Glück, dass es moderne Medien gibt. Ohne diese wüsste man beispielsweise wohl nicht sofort, dass es durchaus Leute gegeben hat, die die SOFI am heutigen Tage in unserem Lande sehen konnten. So hat beipsilesweise der Nachrichtensender n-tv einen kleinen Bericht mit Bildern geschaltet, während das ZDF mit einer Bildserie und einem Video aufwartet. Und nicht zu vergessen, dass verschiedene Videotexte ebenfalls über die SOFI berichten.
Schade, dass die Sendung auf 3 Sat leider nur eine Wiederholung aus 1999 war, wieder wurde eine gute Chance verpasst, was Aktuelles zur SOFI zu senden, bei anderen Ereignissen funktioniert das schließlich auch!
 26.03.2006: Noch drei Tage bis zur Sonnenfinsternis, und noch immer keine guten Wetteraussichten für Norddeutschland. Auf den Mailinglisten und in den Astroforen wird es jetzt deutlich ruhiger, weil alle zur Sofi gefahren sind. Die Daheimgebliebenen müssen mit dem Vorlieb nehmen, was hier an partieller Phase und schlechtem Wetter geboten wird.
Dass man astronomisches Wissen auch in heutiger Zeit gut rüberbringen kann, hat wieder einmal Ranga Yogeshwar in seiner Sendung W wie Wissen in der ARD bewiesen. Immerhin hat er als einziger bisher in einer Wissenschaftssendung über die Sonnenfinsternis am 29.03. berichtet und in Kurzbeiträgen auch etwas über Sonne und Polarlichter berichtet.
 25.03.2006: Das neue GvA TV-AstroGuide ist fertig: Am 29.03.2006 wird es wohl keine aktuelle Dokumentation zur Sonnenfinsternis geben und selbst 3 Sat bringt um 21 Uhr nur eine Konserve von 1999. Einzige Hoffnung sind Nachrichtensender wie n-tv und N 24, oder die Hauptnachrichtensendungen der anderen TV-Sender. Aber warum auch auf Naturereignisse hinweisen, oder sie dokumentarisch begleiten ...
In der kommenden Nacht beginnt wieder die unsägliche Mitteleuropäische Sommerzeit, d.h. nach 1:59 Uhr MEZ folgt 3:00 Uhr MESZ. Ein dauerndes Ärgernis für Sternfreunde, die in der Nacht beobachten wollen, jetzt wird es noch später dunkel, bevor man beobachten und/oder fotografieren, resp. mit dem Einnorden des Teleskops beginnen kann. Nur die Sonnenbeobachter freut es, sie können ihren Lieblingsstern abends nach Feierabend länger beobachten. Der Rest der Bevölkerung weiß heute zum Teil nicht mehr, wann und warum sie eingeführt wurde und welchen Nutzen sie haben soll.
Noch 4 Tage bis zur Sonnenfinsternis. Während viele Sternfreunde die Koffer packen und andere sorgenvoll zum bedeckten Himmel über Deutschland hinaufschauen, ist für Astrologen, Esoteriker und andere wirklichkeitsfremde Lichtgestalten eine besondere Zeit angebrochen. Es sei etwas außergewöhnliches, wenn bei Neumond eine Sonnenfinsternis eintrete. Und auch, dass kurz zuvor am 14./15.03.2006 bei Vollmond eine Halbschattenmondfinsternis zu sehen war. Unkenntnis vermischt mit Halbwahrheiten, esoterischem Müll und allerlei Hirnquark scheint zum modernen (?) 21. Jahrhundert nicht nur dazu zu gehören, sondern sich immer mehr zu verbreiten. Das MIttelalter ist nicht mehr fern ...
 24.03.2006: Beginnen wir mit etwas nicht-astronomischem: Wenn man am Rande der Lüneburger Heide, genauer gesagt, in Hanstedt in der Nordheide, gut bürgerlich essen gehen will, eignet sich hierzu besonders gut der "Heidepeter".
In der Ausgabe der BILD-Zeitung von heute steht, dass irgendein Star-Astrologe während der Sonnenfinsternis am 29.3. in Side in der Türkei ein Feuer entfachen will, um darin die Bittbriefe von BILD-Lesern den Sternen zu übergeben. Aufklärung, wissenschaftliches Denken, Dummheit, Aberglaube und deren Wirkung auf die PISA-Studie sind bei einigen Boulevardblättern bis heute nicht angekommen. Leider ist Nachdenken bei einem Teil unserer Landsleute auch nicht wirklich gefragt ...
Bei der Recherche zu einem Artikel für die Zeitschrift SONNE stellte mir der Leiter der VdS-Fachgruppe Sonne VdS-Fachgruppe Sonne, Steffen Janke, die Frage, ob es die Waldmeierschen Gesetze zur Entwicklung des Sonnenfleckenzyklus wirklich gäbe. Sinnvoll ergoogelt gibt es nur ein umfangreiches Astropaper. Aber man kann ja auch "archaische" Quellen wie Bücher zu Rate ziehen.
Busse sind bisweilen nicht nur schnöde Transportmittel, um Personen darin zu befördern, sie können auch richtig interessant sein, wie der neue 21m lange XXL-Bus der Fa. Van Hool, der in Hamburg von der HHA eingesetzt wird und speziell zur WM eine grüne Lackierung bekommen hat.
Nur noch 5 Tage bis zur Sonnenfinsternis am 29. März 2006. Viele Sternfreunde werden in der kommenden Woche irgendwo entlang der Totalitätszone verweilen. Für diejenigen, die das nicht können oder wollen, gibt es hier die Kontaktzeiten für Deutschland.
Planet Wissen gehört zu den wirklich wenigen gut gemachten und immer wieder interessanten Wissenschaftssendungen im deutschen Fernsehen, die ohne den Effekt haschenden Zirkus anderer öffentlich-rechtlicher und vor allem privater Sendeanstalten auskommt. Besonders ärgerlich ist es dann aber, wenn die Wiederholung einer Folge dieser Sendereihe auf RBB aufgrund der Übertragung einer Regierungserklärung des Berliner Bürgermeisters und einer anschließenden Debatte entfallen muss. Dabei ist doch Berlin die Stadt des Wissens.



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