Der "HollBlog"
Wer was auf sich hält oder seine Website, braucht unbedingt einen Weblog,
der neudeutsch auch einfach nur Blog heißt. Da meine persönlichen Interessen sehr vielfältig sind, wird in meinem eigenen Blog,
dem HollBlog, dann einiges über Astronomie, Raumfahrt, Archäologie, öffentliche Verkehrsmittel (vorwiegend Busse) und noch einiges mehr zu finden sein.
Na denn wollen wir mal "losbloggen".
08.03.2009:
Endlich: Nach vielen Monaten ist der Blogger wieder aktiv geworden und wird hier nun hoffentlich wieder öfter Beiträge schreiben. Als erstes fällt mir der Hinweis ein,
dass am kommenden Samstag das Frühjahrs-NAFT in Fintel stattfindet. Wer sich für
Astrofotografie interessiert oder einfach nur viele Bilder sehen möchte, sollte sich den Termin unbedingt
vormerken.
Das
Internationale Jahr der Astronomie ist nur wenige Wochen alt, doch wenn man sich in dem Zusammenhang mal umschaut, graust es einem schon. Und damit ist nicht die
vielerorts gmeachte ehrenamtliche Arbeit gemeint, die von sternfreunden in ihrer Freizeit gestaltet wird. Viele Veranstaltungen in unserem Land bringen den Leuten die Astronomie
nicht nur als Hobby, sondern auch als Wissenschaft näher. Wenn man sich dazu aber die Medienlandschaft anschaut, kann man nur Staunen: Es werden Büdher zu hochkaratigen Themen
mit ungezählten auch Sinn enstellenden Übersetungsfehlern auf den Markt geworfen, bundesdeutsche Fernsehanstalten fällt kaum besseres ein, als alte Beiträge zu wiederholen und
selbst die Berichterstattung zur Eröffnungsveranstaltung in Berlin fiel der Berichterstattung über die Amtseinführung zum Opfer. Lediglich einige Kurzbeiträge, z.B. in der
wirklich gut gemachten Sendereihe nano, wiesen auf das Ereignis hin. Auch die Tagespresse hielt sich bisher weitgehend zurück. Nur vereinzelte
Artikel waren anfangs dort zu finden: Hamburger Abendblatt, Die Welt.
In letzter Zeit aber häufen sich Berichte über astronomische Themen, die aber nicht immer im Zusammenhang mit dem IYA stehen. Allerdings verhelfen sie zu einem Blick auf die
älteste Wissenschaft und führen in zweiter Linie vielleicht zu einem gesteigerten Interesse an den umfangreichen Planungen, wie den 100 Stunden Astronomie vom 2. bis zum 5. April 2009.
11.09.2008:
Wenn der Mond auf die Erde stürzt ist ein Katastrophenfilm aus Kanada, der auf der Vorstellung basiert,
der Mond könnte, hinterrücks von einem Asteroiden getroffen, auseinanderbrechen. Wie man zu der Storyline steht, mag jeder für sich
selbst entscheiden. Doch der Film bietet dem fachlich Kundigen einige unfreiwillig komische Situationen. So blickt am Anfang des Films
eine Frau von hinten durch einen Newton. In einem Science-Paper gibt es ein "Institute
of Astronomey" und der Riss im Mond befindet sich in der Rima Sirsalis.
Eigentlich ein relativ kleines Gebiet, das im Verdacht steht, Herkunftsort für TLP-Erscheinungen
zu sein.
Nach dem Einschlag fallen Teile des Mondinneren und jede Menge Regolith
in Richtung Erde und bieten jede Menge Möglichkeiten
für spektakuläre Animationen von herabfallenden Asteroiden.
Schön ist auch die Rettung für den Mond: Eine Gruppe will den Mond gleich ganz wegsprengen,
eine andere ihn mit Hilfe einer "magnetischen Explosion" wieder zusammenbacken. Und natürlich wird alles binnen zweier Tage mit einem
schwarzen Space Shuttle
mit Eigennamen PERSEUS, abgewickelt, das zudem jede Menge aerodynamische Rollen um den Mond herum vollführt.
Ganz abgesehen davon, dass es wie immer in SF-Filmen im Vakuum des Weltraums
ständig kracht, rumpelt oder zischt. Ach ja: Das Shuttle verfügt auch ein
eigenes Schwerkraftfeld, denn die Protagonisten müssen sich nicht mit der
eigentlich üblichen Schwerelosigkeit abmühen.
Fazit: Eine ganz wilde Geschichte mit durchaus ernstem Hintergrund und einer Reihe
sehenswerter Animationen, vor allem was
die Zerstörungen aufgrund von Asteroideneinschlägen oder Klimaveränderungen angeht. Ansonsten unterscheidet sich der Film kaum von anderen
Katastrophenstreifen: Lustig anzuschauen und durchaus spannend, aber wissenschaftlich sehr oft
nicht nur ein wenig an den Haaren herbeigezogen und an manchen Stellen auch
wissenschaftlich kaum haltbar (etwa, wenn behauptet wird, der Mond habe einen
stärkeren magnetischen Kern, als bislang angenommen ...). Auch interessant, dass der Shuttle, der nur in der Erdumlaufbahn fliegen kann, per ungetestetem Nuklearantrieb zum Mond
fliegt und am Ende mit den Feststoffraketen, die eigentlich beim Start
abgeworfen werden (und die man bei den Animationen beim Flug zum Mond auch nicht
sieht), für die Rettung des Mondes sorgt. Für Freunde von Trashfilmen ein Genuss,
den man sich nicht entgehen lassen sollte.
12.07.2008: Einen wahren Leckerbissen für Freunde von falschen
und skurill-bizarren Angaben und Storylines in SF-Filmen bietet die Folge Nr. 29
der Serie Mondbasis Alpha 1:
Schottische Geschichten. Die Besatzung der
Mondbasis erhielt per Ionenstrahl einen Kontakt zur Erde, der aber nur für
wenige Stunden währte. Grund hierfür war eine "Milchstraßenfinsternis".
O-Ton: "Da schiebt sich eine Spiralgalaxis zwischen uns und die Erde."
Und damit nicht genug: Um sicherzustellen, ob die Verbindung echt ist,
fragte Commander Koenig nach dem Sieger des World Cups 1998. Antwort: "Da
brauche ich nicht mal in den Computer zu schauen, das waren die "Germans".
Der TSV 1860 München hatte
Cosmos New York besiegt. Da hat die
damalige deutsche Synchronisation ganze Arbeit geleistet, denn im Original sind es zwei englische
Clubs ... Andererseits kann man das auch unter historischen Gesichtspunkten betrachten: Der amerikanische
Fußballverein spielte auch in der ehemaligen
Major Indoor Soccer League, wurde 1971 gegründet, aber schon 1985
wieder aufgelöst!
In Hamburg ist mal wieder Lichtkunst
angesagt: Vom 30. Juli bis 3. August gibt es die
Hamburg Cruise Days 2008. Der Hafen wird weitgehend in
blaues Licht getaucht sein. Womöglich gibt es dann auch wieder die
Flakscheinwerfer, die im letzten Jahr viele ältere Mitbürgerin und
Mitbürger Erinnerungen an die alliierten Bombenangriffe vom Sommer 1943 erinnert. Ganz abgesehen davon, dass
alle Welt zum Energiesparen aufgerufen wird, aber ein stadtbekannter und unter Hamburgs Astronomen
gefürchteter, weil illuminationsbesessener Lichtkünstler soviel Strom verbrauchen darf, wie er will. Die (Umwelt-) Politik in Hamburg
ist bizarr und oft schwer durchschaubar, egal, wer da gerade auf dem
Senatorenstuhl sitzt.