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John Goodricke (1764-1786)

Am 17. September 1764 in Groningen in den Niederlanden geboren, war John Goodricke zeitlebens taubstumm. Auf welchem Weg er zur Astronomie gekommen ist, bleibt unklar, möglicherweise trägt ein unbekannter Freund mit Namen Pigott die ,,Schuld" daran. Vielleicht lag es aber auch ganz einfach daran, daß er zwar weder hören noch sprechen konnte, dafür aber über ungewöhnlich scharfe Augen verfügte.

Im November 1782 begann er mit systematischen Beobachtungen des Sterns Beta Persei. Bereits 1596 hatte David Fabricius (1564-1617) hier in geheimnisvolles ,,Blinken" bemerkt und ihm daraufhin den Namen Algol (Teufelsstern) verliehen. 1667 entdeckte Gemiano Montanari (1633-1687) in Padua eine Periodizität, die später dann durch Maraldi und Kirch bestätigt wurde.

Goodricke ermittelte aus seinen Aufzeichnungen einen zeitlichen Abstand von einem Minimum zum nächsten von fast 69 Stunden und schloß daraus in einem Bericht für die ,,Philosophical Transactions" des Jahres 1783, daß Algol entweder von einem dunklen und daher unsichtbaren Körper umlaufen werde, oder Flecken von außerordentlicher Größe habe, die sein Licht intervallartig abschwächen würden. Heute wissen wir, daß die erste Vermutung richtig war - Goodricke hatte als erster die Klasse der Bedeckungsveränderlichen gefunden.

Nur ein Jahr später entdeckte er zwei weitere Veränderliche: Delta Cephei und Beta Lyrae. Die Frage, um welchen Typus es sich hierbei handelte konnte er jedoch nicht mehr beantworten, denn am 20. April 1786 starb er in York in England im Alter von nur 21 Jahren.

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