Unbemannte Missionen

Im September 1962 stellte die NASA einen Flugplan auf, der zunächst vier unbemannte APOLLO-Missionen mit der Trägerrrakete Saturn 1 vorsah. Dieser wurde später modfiziert; primäres Ziel der Unternehmungen sollte der Test des APOLLO-Rettungsturms sein. Weitere Ziele waren zwei Bodensimulationen eines Fehlstarts, drei Tests des Rettungssystems und dem Verhalten des command module während dessen in der Erdumlaufbahn (Trägersystem Little Joe II) sowie mehrere Orbtialflüge mit der Saturn C-1, bezeichnet als SA-7, SA-9 und SA-10. Ab SA-11 sollten dann vier bemannte Flüge, ebenfalls mit der Saturn C-1 erfolgen.

Am 10. Januar 1963 entschied die NASA dann, daß die Missionen mit der Saturn 1 und Little Joe II entfallen sollten, dafür plante man, mit der SA-10 eine unbemannte und mit der SA-11 eine bemannte Mission mit dem Trägersystem Saturn C-1. Im Sommer des gleichen Jahres kamen allerdings Zweifel auf, ob die Saturn 1 die vorgesehenen Nutzlasten auf die geplanten erdnahen Umlaufbahnen transportieren könne, da das eigentliche APOLLO-Raumschiff, bestehend aus command und service module, immer umfangreicher und damit immer schwerer wurde.

Auf einem Treffen am 26. September 1963 in Washington D. C. änderte die NASA ihre ursprünglichen Absichten. So sollten die bemannten Flüge nunmehr mit der leistungsstärkeren Saturn 1B durchgeführt und das Saturn 1-Programm mit SA-10 beendet werden. Das fand im Oktober die Zustimmung von NASA-Chef James E. Webb und so bezeichnete man die Saturn 1B-Flüge intern mit SA-201, SA-202 usw. und begann mit ausgiebigen Tests des Saturn 1B-Systems.

Diese Änderung im Flugplan hatte allerdings zur Folge, daß es nur unbemannte und keine bemannten Flüge mit dieser Konfiguration geben würde. Die von der NASA eingestellten Astronauten wurden indes für Missionen im Rahmen des MERCURY- und des GEMINI-Programms trainiert. Die Konfiguration der Saturn 1B mit dem APOLLO-Raumschiff sollte nur ein einziges Mal bemannt eingesetzt werden und zwar bei APOLLO 7 im Oktober 1968. Die geplanten Tests wurden modifiziert und zwischen 1965 und 1966 im Rahmen des GEMINI-Programms druchgeführt.

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